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Konditionierung Definition – Biologie

    Konditionierung ist ein Lernprozess, der als Folge der Verbindung zwischen einem Reiz und einer Reaktion auftritt. Durch Konditionierung lernt ein Organismus, bestimmte Reize mit bestimmten Reaktionen in Verbindung zu bringen. Die häufigste Form der Konditionierung ist die klassische Konditionierung, die erstmals von dem russischen Physiologen Iwan Pawlow eingehend untersucht wurde. Die klassische Konditionierung tritt auf, wenn ein zuvor neutraler Reiz (z. B. der Klang einer Glocke) wird mit einem Reiz gepaart, der eine Reaktion hervorruft (z. B. Essen). Nach wiederholten Paarungen löst der neutrale Reiz die gleiche Reaktion aus wie der ursprüngliche Reiz.

    Es gibt zwei Arten der Konditionierung: die klassische Konditionierung und die operante Konditionierung. Bei der klassischen Konditionierung wird ein unkonditionierter Stimulus (US) wird mit einem konditionierten Stimulus (CS) gepaart.

    Der unkonditionierte Reiz ist ein Reiz, der natürlich und automatisch eine Reaktion hervorruft. Der konditionierte Reiz ist ein zuvor neutraler Reiz, der, nachdem er mit dem unkonditionierten Reiz in Verbindung gebracht wurde, die gleiche Reaktion auslöst.

    Bei der operanten Konditionierung lernt ein Tier oder ein Mensch, ein bestimmtes Verhalten, um eine erwünschte Konsequenz zu erhalten (Verstärkung) oder eine unerwünschte Konsequenz zu vermeiden (Bestrafung).