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Plasmolyse und Deplasmolyse – Erklärung

    Bei der Plasmolyse schrumpft das Zytoplasma einer Zelle von der Zellwand weg, weil es Wasser aus der Zelle verliert. Deplasmolyse ist der gegenteilige Prozess, bei dem das Zytoplasma wieder hydriert und an die Zellwand zurückschwingt. Diese beiden Prozesse sind wichtig für Pflanzenzellen, da sie der Zelle helfen, ihren inneren Wassergehalt zu regulieren.

    Die Plasmolyse wird häufig zur Untersuchung von Pflanzenzellmembranen eingesetzt, da sie eine kontrollierte Schrumpfung des Zytoplasmas ermöglicht. Auf diese Weise kann untersucht werden, wie Zellmembranen mit anderen Molekülen interagieren, oder die Struktur der Zellmembran selbst wird untersucht. Die Deplasmolyse wird auch zur Untersuchung von pflanzlichen Zellmembranen verwendet, aber sie wird nicht so häufig eingesetzt wie die Plasmolyse.

    Sowohl die Plasmolyse als auch die Deplasmolyse sind reversible Prozesse, das heißt, die Zelle kann zwischen den beiden Zuständen hin und her wechseln. Das ist für Pflanzenzellen wichtig, denn so können sie ihren Zustand regulieren, abhängig von der Umgebung. Befindet sich eine Pflanzenzelle zum Beispiel in einem Bereich mit hoher Luftfeuchtigkeit, wird sie plasmolysiert, um verhindern, dass zu viel Wasser in die Zelle gelangt. Befindet sich eine Pflanzenzelle hingegen in einem Bereich mit niedriger Luftfeuchtigkeit, wird sie deplasmoliert, damit Wasser in die Zelle eindringen kann und die Zelle nicht austrocknet.

    In beiden Fällen wird der Prozess durch die Plasmamembran der Zelle ist die Schicht der Zelle, die das Zytoplasma von der äußeren Umgebung trennt. Die Plasmamembran besteht aus eine Phospholipid-Doppelschicht mit darin eingebetteten Proteinen. Die Proteine helfen dabei, Moleküle in die Zelle hinein und aus ihr heraus zu transportieren, und sie helfen auch, die Zelle mit anderen Zellen kommunizieren. Könnte auch interessant sein: Biomembranen Aufbau und Stofftransport

    Zellmembranen

    Zellmembranen sind dünne, flexible Schichten, die die Zellen umgeben und schützen. Sie bestehen aus einer Doppelschicht von Lipidmolekülen (Phospholipide und Cholesterin), in die Proteine eingebettet sind.